Mutter Fourage

In den Achtzigern begann Wolfgang Immenhausen zusammen mit der Berliner Malerin Sabine Schneider, eine Galerie  aufzubauen. Die ersten Ausstellungen fanden noch in der Scheune statt. Inzwischen wurden ungenutzte Räume ausgebaut und als Galerie Mutter Fourage über Jahrzehnte erfolgreich etabliert.


 

Aktuelle Ausstellung


Ausstellungseröffnung:

Sonntag, 5. September 2010, 12 Uhr

Der Maler Philipp Franck (1860-1944) gehört neben Walter Leistikow und Max Liebermann zu einem der wichtigen Mitbegründer der Berliner Secession und zu den Vertretern der modernen deutschen Kunst um und nach 1900.
Das umfangreiche Oeuvre des gebürtigen Frankfurters umfasst eine große thematische Bandbreite: Landschaften seiner Heimat, dem Taunus, Porträts, Stillleben, die opulenten Garten- und Wasserlandschaften von Wannsee und Potsdam und schließlich Motive aus dem Leben einfacher Menschen, die er zum Teil in dem Fischerdörfchen Stolpe fand, dem späteren Wannsee, das er bereits 1892 für sich entdeckte.
Als einer der ersten Maler wohnte er ab 1906 mit seiner Familie in Wannsee. Kurze Zeit später folgte Max Liebermann, mit dem Franck befreundet war und der 1910 sein Sommerhaus am Großen Wannsee bezog. Lange Zeit waren die Arbeiten Philipp Francks und sein umfangreiches Schaffen fast vergessen.
Erst 1984 wurde eine erste größere Ausstellung in der Galerie Mutter Fourage in Wannsee gezeigt, wo seitdem ein Teil seines Werkes kontinuierlich präsentiert wird und so wieder in das Blickfeld der Öffentlichkeit gelangen konnte.
Die Jubiläums-Ausstellung zeigt mit rund 100 Exponaten einen Querschnitt aus allen Schaffensperioden Philipp Francks. Schwerpunkt sind seine Potsdam-und Wannseebilder, Landschafts- und Figurenaquarelle, frühe Zeichnungen und Grafiken.



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Buchpublikationen der Galerie

Ein Wannsee-Bilderbuch
von Theseus Bappert, Wolfgang Immenhausen, Sabine Schneider.
Mit Texten von Ulf Dammann.
Edition Galerie Mutter Fourage 1992, 2. Auflage 2000, 40,00 EUR

Max Liebermann in Wannsee
Galerie Mutter Fourage1997, vergriffen

Max Liebermanns Arbeiten für den Fritz Heyder Verlag
von Sigrid Achenbach. Herausgegeben von der
Galerie Mutter Fourage im vacat Verlag 2002, 9,00 EUR

Kunst und Leben
Der Berliner Kunstverlag Fritz Heyder
Herausgegeben von der Galerie Mutter Fourage
im vacat Verlag 2002, 20,00 EUR

Michael Otto
Stadt-Räume Umsteige-Zone.
Galerie Mutter Fourage in Zusammenarbeit mit dem
Karin Kramer Verlag, Berlin 2003, 12,00 EUR

Michael Otto
Regierungsviertel und andere Schaustücke
Galerie Mutter Fourage in Zusammenarbeit mit dem
Karin Kramer Verlag, Berlin 2007, 12,00 EUR

Verhüllt um zu verführen - Die Welt der Orange
Von Dirk von Oettingen.
In Zusammenarbeit mit dem vacat Verlag 2007, 28,00 EUR

Neudruck des Wannsee-Buches von 1926
Edition Galerie Mutter Fourage (15,00 EUR)

Werkverzeichnis der Gemälde von Philipp Franck
Edition Galerie Mutter Fourage (69,00 EUR)

Im Beiprogramm zur Ausstellung:

Fr 1.10. 20.00 Uhr
Eintritt: 11 € - Ermäßigt: 9 €
Erlebnisse und Bekenntnisse
Wolfgang Unterzaucher liest aus den Lebenserinnerungen von Carlludwig Franck (1904-1985)
Philipp Francks jüngster Sohn, der Carllutz genannt wurde, verbrachte eine behütete Kindheit im Haus seiner Eltern inWannsee. Er studierte Architektur bei Hans Poelzig, mit dessen Sohn Peter er eng befreundet war. 1930 heiratete er Hanni Grau, ein Jahr später wurde der gemeinsame Sohn Jakob geboren. 1931/32 erhielt er den Rompreis, verbunden mit einem neun monatigen Aufenthalt in der Villa Massimo. Anschließend zog er mit seiner Familie wieder in das Elternhaus. Seiner Arbeit als freier Architekt wurde 1937 ein jähes Ende gesetzt – er erhielt Berufsverbot aufgrund seiner Ehe mit Hanni, die Jüdin war. Die Familie musste nach London emigrieren, wo er erfolgreich sein eigenes Architekturbüro leitete und bis zu seinem Tod lebte. In seinen 1980 verfassten und unveröffentlichten Lebenserinnerungen beschreibt er die aufregende Zeit der 20er Jahre, seine Arbeit mit Hans Poelzig, den Abschied von Berlin, seinen beruflichen Neubeginn im Exil und die Begegnung mit der Avantgarde der Architekturszene in London.

So 14.11. 12.00 Uhr -
Eintritt: 11 € - Ermäßigt: 9 €
Ein Leben für die Kunst

Texte von Philipp Franck gelesen von Julia Franck und Wolfgang Immenhausen
Neben seiner Tätigkeit als Maler und Lehrer an der Königlichen Kunstschule Berlin, die er als Direktor bis 1930 leitete, hat Philipp Franck ein beachtliches schriftstellerisches Werk hinterlassen. 1920 erschienen seine Erinnerungen „Vom Taunus zum Wannsee“ und „Die Regenbriefe“, die er an seine Frau Martha von seinen Malaufenthalten im Taunus schickte. 1922 erschien der Roman „Die Koppel”. Im „Wannsee-Buch“ von 1926 beschreibt Franck liebevoll das Dorf Stolpe, das seine zweite Heimat wurde und dessen Bewohner seine bevorzugten Modelle waren. In den 1930er Jahren entstanden zwei Puppenspiele, von denen „Das Urteil des Paris“ unveröffentlicht blieb. „Ein Leben für die Kunst“, Lebenserinnerungen der 20er und 30er Jahre, erschienen 1944 nach seinem Tod im Rembrandt Verlag. Die Schriftstellerin Julia Franck liest gemeinsam mit dem Galeristen Wolfgang Immenhausen aus den Texten ihres Ururgroßvaters.

Fr 3.12. 20.00 Uhr
Eintritt: 6 €
Künstler am Wannsee

Vortrag von Wolfgang Immenhausen
Die Schönheit der Wannseelandschaft lockte schon ab 1870 Maler, Architekten, Kunstsammler und Mäzene in die Sommerfrische. Nach Oscar Begas, Carl Becker, Anton von Werner und Hugo Vogel kamen die Maler der Berliner Secession: Philipp Franck, Walter Leistikow und Max Liebermann, die hier nicht nur ihre Motive fanden, sondern sich zum Teil auch ansiedelten. Skulpturen von Wilhelm Lehmbruck, Georg Kolbe und Emil Pottner standen im Garten des Bankiers und Mäzens Otto Jeidels und Max Slevogt schuf im Gartenpavillon von Johannes Guthmann in Neu-Kladow seine grandiosen Wandbilder. Dieser Bildvortrag dokumentiert die Einmaligkeit der Kulturlandschaft am Wannsee und die Vielfalt künstlerischer Positionen von 1870 bis in die 1930er Jahre.


Infos und Bestellungen:
Tel: 030 805 23 11 oder galerie@mutter-fourage.de

 

 

Über ein Vierteljahrhundert Galerie Mutter Fourage - eine Auswahl bisheriger Ausstellungen

 

Max Liebermann in Wannsee


20. Juli - 14. Sept. 1997

Mutter Fourage

Bilder und Graphik der
BERLINER SECESSION

L. Corinth, Ph. Franck, R. Grossmann,
M. Liebermann, W. Leistikow u.a.
10. Dez. 1998 - 13. Jan. 1990

Mutter Fourage

Philipp Franck
Bilder aus Potsdam und Wannsee

Gemälde-Aquarelle-Graphik-Zeichnungen
1. Ausstellung in den ausgebauten Galerieräumen
1. Nov. - 23. Dez. 1992

Mutter Fourage

Michael Otto

Ölbilder 1982-2003
14. März - 20. April 2003

Mutter Fourage

Gärten

Eicken, Franck, Garden,
Heckendorf, Liebermann, Otto,
Pottner, Rosenhauer u.a.
1. Mai - 29. Juni 2002

Mutter Fourage

KUNST UND LEBEN -
Der Berliner Kunstverlag Fritz Heyder

in Zusammenarbeit mit STIFTUNG ARCHIV DER AKADEMIE DER KÜNSTE und der Max-Liebermann-Gesellschaft Berlin e.V.
4. Dez. 2002 - 2. Feb. 2003

Mutter Fourage

Katharine Whild

Neue Pastelle 2005-2007
Anlässlich der Ausstellung 'Martha Liebermann-Lebensbilder' in der Villa am Wannsee haben wir die in Maine (USA) lebende Urenkelin von Max und Martha Liebermann eingeladen ihre neuesten Arbeiten in Berlin zu zeigen.
25. Nov. 2007 - 6. Jan. 2008

Mutter Fourage