Mutter Fourage

Kultur im Grünen

Zwischen Berlin und Potsdam, in Wannsee, auf dem Hof einer ehemaligen um 1900 gegründeten Fouragehandlung (fourage, frz. Futtermittel) finden Sie die Galerie Mutter Fourage. In mehr als 30 Jahren ist diese Adresse zu einem Veranstaltungsort der besonderen Art entwickelt worden. In der Berliner Kulturlandschaft hat sie beim interessierten und anspruchsvollen Publikum einen festen Platz gefunden.

Das mediterran anmutende Ensemble - eine alte Kulturscheune mit seltenem Rautenfachwerk, die Galerie, eine Gärtnerei mit einheimischen Stauden, südlichen Gewächsen, Hofcafé und Naturkostladen - prägt das Ambiente des Veranstaltungsortes.

Die Freude an vielfältigen Genüssen bestimmt den genius loci.

Dies bildet den einzigartigen Rahmen des Programms mit bekannten Künstlern und talentiertem Nachwuchs: Musik (Klassik, Jazz, Weltmusik), Theater und Literatur. Die Sommerkonzerte in der Scheune sind Höhepunkte der Saison.

Eine Augen- und Ohrenweide und eine Kulturoase für den Großstädter!

Wegbeschreibung

Mutter Fourage

 

Wie alles begann.
Als Wolfgang Immenhausen ab 1976 über das geerbte Grundstück in der Wannseer Chausseestraße verfügen durfte, entdeckte er seine Wurzeln wieder. Die Rückkehr auf den kopfsteingepflasterte Hof mit Wohnhaus, Wirtschaftsgebäuden und Scheune, Abenteuerspielplatz seiner Kindheit, führten sein Leben in eine neue Richtung. Er gab sein Wanderleben als vielversprechender Schauspieler auf und beschloss die alte Fouragehandlung des Großvaters, in der er aufgewachsen war, unter neuen Aspekten wiederzubeleben. Zusammen mit Künstlerfreunden gründete er 1977 die ‚Mutter Fourage’, eine ökologischen Futter- und Gartenbedarfshandlung, die auch als Kampfansage gegen die grassierende Umweltzerstörung gedacht war. Heute ist leicht vergessen, dass vor über 30 Jahren die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung Umweltschutz noch als eine Fahrkarte zurück ins finsterste Mittelalter anfeindete.

Zunächst standen noch Pferde im Stall, Federvieh flatterte herum und siamesische Hängebauchschweine begeisterten die Kinder, die mehr und mehr mit ihren Eltern kamen. Bald wurde das Kommunikationspotential des rustikalen Ambientes offensichtlich.

Man veranstaltete Kinderfeste mit Clowns, Pfingstkonzerte und Hoffeste für Nachbarn und Freunde aus der Stadt. Befreundete Künstler erhielten Gelegenheit, sich auf der Bühne der Scheune vor Publikum auszuprobieren.

Mutter Fourage war schon nach wenigen Jahren ein beliebter Treffpunkt und Geheimtipp in West-Berlin.

Der Hof wurde mit der Zeit behutsam im märkischen Stil restauriert und verschönert. Die Tiere emigrierten in artengerechtere Umgebungen.

Aus der biologischen Fouragehandlung entwickelten sich ein Naturkostladen, ein attraktiv in den Hof integriertes Gartencenter und ein Hofcafé, dass sich zu einer Freiluftoase für Genießer entwickelt hat. Unter dem Dachnamen Mutter Fourage werden die drei Unternehmungen als Pachtbetriebe unabhängig geführt.

Gründer Wolfgang Immenhausen hat seit Mitte der achtziger Jahre die Scheune mit der außergewöhnlichen Dachkonstruktion konsequent als Veranstaltungsort für Konzerte, Theater und Lesungen etabliert, sowie in einem Nebengebäude die Galerie Mutter Fourage aufgebaut, die nach über zwei Jahrzehnten auf eine beträchtliche Reihe viel beachteter Ausstellungen zurückblicken kann. Ihr angeschlossen ist ein Kunsthandel, mit dem Schwerpunkt Wannseer Maler wie Philipp Franck und Max Liebermann.

All diese verschiedenartigen Angebote ergänzen einander harmonisch und geben dem Hofensemble Mutter Fourage ein sehr spezielles Flair, das seinesgleichen sucht.

Um 1900

1900

1976

1977

1984

1984

2000

2000

heute

heute